- Durch die Blume zum Erfolg -
Bereits seit zehn Jahren verkauft der Gründer und Absolvent der Ostfalia mit seinem amerikanischen Geschäftspartner unter www.floraprima.de erfoglreich Blumen über das Internet. Das Interessante dabei: Keinen einzigen Blumenstrauß hat er bis jetzt selbst gebunden und verpackt. Als Gast in der Ideenküche verrät Christof Heidemeyer, welche Geschäftsidee dahintersteckt und warum es sich lohnt, lieber am eigenen Geschäftsmodell, denn an Routinedienstleistungen zu arbeiten.
Christof Heidemeyer (li) im Gespräch mit Prof. Dr. Reza Asghari
Wolfenbüttel. Langsam füllt sich die Ideenküche des Entrepreneurship Centers der Ostfalia Hochschule. In Grüppchen stehen und sitzen Studierende, Mitarbeiter und Besucher zusammen und unterhalten sich über die Themen, die hier alle interessieren: Unternehmensgründung und Entrepreneurship.
Während das Filmteam noch letzte Einstellungen vornimmt, betreten der Gastgeber des Abends, Herr Prof. Dr. Reza Asghari und sein Talk-Gast, Herr Christof Heidemeyer, den Raum. Die beiden kennen sich noch aus den Studienzeiten Heidemeyers, denn Asghari war einer der Betreuer seiner Diplomarbeit. Doch das ist bereits einige Jahre her, und so ist Heidemeyer diesmal zu Gast, um den Anwesenden von seinem erfolgreichen Unternehmen FloraPrima, das er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Derek Regan führt, zu berichten.
Angefangen hat alles am 01.04.2001 im Kinderzimmer des Talk-Gastes, in dem die beiden Gründer Heidemeyer und Regan „die Rechner zusammengestöpselt“ haben und geschaut haben, „was geht“. Nach Höhen und Tiefen hat sich für FloraPrima mittlerweile herausgestellt: es geht sehr gut. Von den Anfängen im Kinderzimmer hat sich die Idee zu einem Unternehmen mit 13 Mitarbeitern und Millionenumsätzen entwickelt. Als stetigen Prozess sieht Heidemeyer hierbei die Verantwortungsübertragung an seine Mitarbeiter an. Trotzdem es ihm anfangs schwer viel, Entscheidungen abzugeben, betrachtet er es als essentiell, um das Unternehmen auf die nächste Stufe zu bringen und weiter zu wachsen.
Da es sich bei FloraPrima um ein E-Commerce Unternehmen handelt, entwickelt sich das Gespräch sehr schnell in Richtung Internetmarketing. „Die Wirkung von Facebook und Twitter können wir noch nicht so richtig einschätzen“, berichtet Heidemeyer. Der Haupt-Werbekanal des Unternehmens sei von Anfang an das Google Marketing gewesen, und dies sei auch nach wie vor so. Google Marketing sei mittlerweile eine Wissenschaft für sich, so der Unternehmer. Trotz umfänglicher Kompetenzen des Gründerteams auf diesem Gebiet ist der Bereich mittlerweile ebenfalls an eine darauf spezialisierte Agentur outgesourct. Trotzdem macht sich der Gründer keine Sorgen, zu wenige Kernkompetenzen im Haus behalten zu haben. Die Marktposition von FloraPrima sei vor allem durch den hervorragenden Service des Unternehmens sowie die Spezialsoftware gesichert. Wichtig ist es dem Gründer insbesondere, schnell und gut auf Anfragen und Reklamationen zu reagieren. Aber auch das mittlerweile über ein Jahrzehnt erworbene Know-how in der Branche lasse eine erfolgreiche Zukunft erwarten.
Und die Expansion des Unternehmens in weitere Marktsegmente und Märkte schreitet voran. Bereits heute ist FloraPrima aktiv damit beschäftigt, ein globales Netzwerk an Blumenversendern zu bilden. Hierdurch wird es dem Unternehmen möglich, auch Bestellungen in Deutschland, die an ausländische Freunde und Verwandte gehen, ausführen zu können. Daneben wird in der kommenden Woche eine weitere Website online gehen, die ein anderes Marktsegment als derzeit FloraPrima mit Blumen beliefert.
Zum Schluss gibt Heidemeyer den Gründungsinteressierten noch einen wichtigen Tipp mit auf den Weg: „Wenn man eine Idee hat und davon überzeugt ist, dann sollte man sie auf jeden Fall weiterentwickeln und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.“ Und man solle sich schon gar nicht von seiner Idee verabschieden, nur weil jemand anderes der Meinung sei, sie habe kein Potenzial.
Asghari, der sich freut, dass trotz Klausurzeit viele Studierenden den Weg in die Ideenküche gefunden haben, resümiert: „Wir hatten nun schon einige Gründer zu Gast beim Entrepreneur´s Talk und jedes Mal ist es anders und jedes Mal ist es spannend. Es ist schön, den Gründungsinteressierten mit dem Talk nicht nur die Möglichkeit bieten zu können, sich zu informieren, sondern ihnen auch Mut für die eigene Gründung zu machen und Motivation mit auf den Weg zu geben.“