Aktuelles: Alle Plätze der Spring School 2012 vergeben!

Es sind bereits alle Plätze der Entrepreneurship Spring School 2012 vergeben. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie gerne unsere weiteren Veranstaltungen z.B. Experimental Entrepreneursh...
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Monthly Archive for Januar 2012

Amir Roughani infiziert Studierende der Ostfalia und TU mit dem Unternehmervirus

Vom Flüchtlingskind zum Gründer eines Technologieunternehmens – Amir Roughani berichtete am Dienstag im „Entrepreneurs Talk“ des Entrepreneurship Centers von seinem beeindruckenden Lebensweg.

„Mein Ziel ist es, Sie anzustecken. Ich wünsche mir, dass Sie das Unternehmertum in sich entdecken!“ Mit diesen Worten stellt sich Amir Roughani, Gründer und heute Vorstandsvorsitzender des Münchener Technologieunternehmens „Vispiron AG“, den Studierenden vor. Und bereits nach wenigen Sätzen wird klar: Dieser Mann ist hochansteckend!

Dabei hatte Amir Roughani nie vor, Unternehmer zu werden. Als er mit elf Jahren von seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland geschickt wurde, ging es zunächst ums reine Überleben. Der Iran befand sich im Krieg mit dem Irak und holte die Männer an die Front. Amir Roughani flüchtete und landete in einem Kinderheim in Berlin-Neukölln. In der Hauptschule lernte er Türkisch, aber kaum ein Wort Deutsch. „Ich wurde in eine Ausländerklasse gesteckt. Dort gab es 29 Türken und einen Iraner – Der Iraner war ich.“

Wie hat er es trotzdem ganz nach oben geschafft? Mit viel Ehrgeiz, noch mehr Fleiß und einer guten Portion Glück. Seine Klassenlehrerin setzte sich für eine Versetzung in eine stärker gemischte Klasse ein. Wenn die anderen Heimkinder die Deutsch-Nachhilfe schwänzten, gab der Lehrer ihm Extra-Stunden. In der Schule hörte er, dass ein Ausbildungsplatz beim Pharma-Konzern „Schering“ wie ein Sechser im Lotto, aber für Hauptschüler kaum erreichbar sei. Er bewarb sich und wurde genommen. Während der Ausbildung holte er seine mittlere Reife nach, anschließend das Fachabitur an einer Vollzeit-Schule. Um Geld zu verdienen, schob er Spät- und Nachtschichten im Konzern. „Ich habe im Parkhaus geschlafen oder im Auto vor der Schule. So habe ich es irgendwie geschafft, die Anwesenheitspflicht zu erfüllen.“

Mit der gleichen Disziplin absolvierte er sein Wirtschaftsingenieur-Studium und arbeitete sich zunächst bei einem Münchener IT-Dienstleister und später bei der Kirch-Gruppe in kürzester Zeit nach oben. Als es mit der Kirch-Gruppe bergab ging, erhielt er das lukrative Angebot, bei einem Management Buy-Out einzusteigen. Er lehnte ab. „In diesem Moment wusste ich: Ich mache mich selbstständig. Das hatte ich eigentlich nie vorgehabt. Ich hatte viel zu großen Respekt vor Management- und Führungsaufgaben, vor den Bilanzen und Businessplänen. Doch dann habe ich hinter die Fassade der Business-Welt geschaut und gemerkt, dass die auch nur mit Wasser kochen. Und ich dachte mir: Das kann ich auch – vielleicht sogar besser.“

Die Banken gaben ihm kein Geld, die ausstehende Abfindung von der Kirch-Gruppe wurde noch mit dem Betriebsrat verhandelt, sein Vertrag lief noch sechs Monate – doch Amir Roughani hatte keine Lust, die Zeit abzusitzen. „Also bot ich dem Shareholder kurzerhand an, die bislang gebotene Abfindung zu nehmen, wenn ich im Gegenzug sofort von der Arbeit freigestellt würde. Er willigte ein.“ Das restliche Startkapital lieh er sich von seinen Eltern. Als der Notar ihm sagte, eine GmbH-Gründung würde mindestens drei Monate dauern und er müsse sich solange gedulden, fand er einen schnelleren Weg. „Das ist ein entscheidender Punkt für den Erfolg Ihres Unternehmens“, gibt Roughani den sichtlich beeindruckten Studierenden mit auf den Weg. „Sie müssen die Fähigkeit besitzen abzukürzen. Sie müssen nicht besser sein als andere, Sie müssen schneller sein!“

Im Jahre 2002 startete Amir Roughani in seinem Wohnzimmer. Heute ist sein Unternehmen eine Aktiengesellschaft mit rund 200 Mitarbeitern, über 90 Subunternehmern und einem Jahresumsatz von 34 Millionen Euro. Ein Leben auf der Überholspur? Bisher schon, aber langsam wird es Zeit, einen Gang runter zu schalten. „Die letzten acht Jahre habe ich all meine Kraft in den Aufbau des Unternehmens gesteckt. Ich weiß aber auch, dass ich die nächsten acht Jahre nicht so weitermachen kann.“ Inzwischen sind andere Dinge in den Vordergrund gerückt: Familie, Werte und eine langfristige Vision, verbunden mit einem starken Verantwortungsgefühl für seine Mitarbeiter und für die Umwelt. „Man muss an etwas glauben. Euphorische Phasen und Krisen kommen und gehen. Es muss etwas geben, woran man sich langfristig orientieren kann.“

Dass Unternehmer wie Amir Roughani eine wichtige Orientierungshilfe und bewegendes Vorbild für junge Gründungsinteressierte sind, zeigt sich in der anschließenden Diskussionsrunde. Die Studierenden von Ostfalia und TU bombardieren den Unternehmer mit Fragen: ‚Wie findet man die richtigen Mitarbeiter und hält sie dauerhaft bei der Stange? Wie viele verschiedene Geschäftsbereiche kann ein Start-Up verkraften? Wie erreicht man die richtige Balance zwischen produktiver Vielfalt und destruktiver Verzettelung?’ Amir Roughani beantwortet alle Fragen mit charmanter Offenheit und gibt sowohl pragmatische als auch lebensphilosophische Anregungen.

Eins ist am Ende auch ohne Mikroskop deutlich erkennbar: Amir Roughani hat das Unternehmervirus an die Studierenden weitergegeben.

Entrepreneurs Talk mit Amir Roughani

Am Dienstag, den 24. Januar 2012 um 13.15 Uhr wird Amir Roughani als Gast des Entrepreneurs Talks von seinem Lebensweg und seinen Erfahrungen als Unternehmer berichten.

Amir Roughani ist Gründer des Münchner Technologieunternehmens „Vispiron“, das zuletzt rund 35 Millionen Euro umsetzte. Dabei waren seine persönlichen Voraussetzungen denkbar schlecht. Mit elf Jahren kam er als Kriegsflüchtling aus dem Iran nach Deutschland und landete in einem Kinderheim in Berlin-Neukölln. Im Entrepreneurs Talk erzählt er, wie er es trotzdem ganz nach oben geschafft hat. Hören Sie sich seine Geschichte an, profitieren Sie von seinen Erfahrungen und stellen Sie auch selbst Fragen!

Veranstaltungsort ist der Raum BI 85.6 am Campus Nord der TU Braunschweig.

Innovation als Wirtschaftsmotor – Neue Kolumne von Prof. Asghari in “studi38″

Prof. Dr. Asghari berichtet in seiner Kolumne in der kommenden Ausgabe von Studi38 über die Bedeutung von kreativer Innovation für volkswirtschaftliches Wachstum.


Der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Paul Römer hat Anfang der 90er Jahre bewiesen, dass das volkswirtschaftliche Wachstum im wesentlichen von Innovationen abhängig ist. Demnach können auch die hoch entwickelten Volkswirtschaften ökonomische Sprünge erzielen, wenn es ihnen gelingt, Innovationen systematisch und nachhaltig hervorzubringen.

Entrepreneure sind Träger der Innovationen. Sie sorgen durch ,,kreative Zerstörung“ für Fortentwicklung moderner Marktwirtschaften. Schumpeter, Vater der Entrepreneurshiplehre, unterscheidet zwischen fünf Innovationstypen. Die wohl bekannteste Innovationsform ist die Produktinnovation. Hier bringt der Entrepreneur ein neues bis dato noch nicht am Markt existierendes Produkt oder Dienstleistung hervor und sorgt dafür, dass sich diese am Markt durchsetzen: so wie Steve Jobs mit den Produkten iPhone und iPad.

Innovation beinhaltet die Verwertung neuen Wissens. Patente für neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind bis zur Marktumsetzung aber zunächst ein Todeskapital. Produktionsinnovation weist auf die Neuheit der Art und Weise der Produktion hin. Henry Ford revolutionierte die Autoherstellung zum Beispiel mit der Einführung der Fließbandproduktion. Bei der Marktinnovation wird ein neuer Absatzmarkt mit bestehenden Produkten erschlossen. Die Durchdringung der Auslandsmärkte ist ein typisches Beispiel.

Innovation kann sich auch auf das Vertriebssystem und das Distributionsmodell des Startups beziehen. Outsourcen der Distribution setzt Ressourcen des Unternehmens frei, um höher wertere Aufgaben im Unternehmen wahrzunehmen. Das Start-up Unternehmen ,,Floraprima“ ( www.floraprima.de ) verdankt seinen Erfolg dieser Art der Innovation.

Nicht das Finanzkapital sondern die Kreativität des Geschäftsmodells und die damit einhergehende Innovation bestimmt den Erfolg einer Gründung. Dies stellt Günter Faltin in seinem Werk ,,Kopf schlägt Kapital“ eindrucksvoll dar.

Mehr Informationen unter: www.entrepreneurship-center.de

Auf nach Silicon Valley!

Ab sofort können sich deutsche Start-Ups aus der Informations- und Kommunikationsbranche (IKT) wieder für einen dreimonatigen Aufenthalt in Silicon Valley bewerben. Das vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützte Programm “German Silicon Valley Accelerator” macht’s möglich.

Die Teams erhalten mit der Unterbringung im deutschen Pavillon des Plug-and-Play-TechCenter im Silicon Valley unter anderem folgende Leistungen:

• Bereitstellung von Büroräumen im Silicon Valley
• Umfassende Mentoring- und Coachingleistungen von erfahrenen Unternehmern und Kapitalgebern
• Vermittlung von Kontakten und Testkunden im US-amerikanischen Technologie-Markt
• Unterstützung der Visa-Beantragung sowie Übernahme der Visa-Kosten

Bewerbungsschluss ist der 13. Februar 2012.

Bewerbungszugang und weitere Informationen: http://germanaccelerator.com

2012 wird ein Action-Kracher!

Das Entrepreneurship Center wünscht allen einen guten Start ins neue Jahr!

Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen auf das neue Jahr, denn bei uns wird sich einiges verändern. Unser Team bekommt dank des EXIST-IV-Programms einen deutlichen Wachstumsschub. Mit mehr WoMan-Power, frischen Ideen und zunehmender Vernetzung mit regionalen Akteuren möchten wir Gründer und Gründungsinteressierte noch besser unterstützen und den entrepreneurialen Geist in alle Winkel der Hochschule tragen.

Klappe… und Action!