Knapp 70 Studierende nahmen an der Lehrveranstaltung m Haus der Wissenschaft teil.

Knapp 70 Studierende nahmen an der Entrepreneurship Summer School im Haus der Wissenschaft teil.

 

Von Werner von Siemens über Henry Ford bis Steve Jobs: Entrepreneure haben schon immer die Gegenwart und auch die Zukunft geprägt. Doch selbst sie mussten sich vorher erst mit dem grundsätzlichen Handwerkszeug vertraut machen: Wie erstelle ich mein Geschäftsmodell? Wie finde und überzeuge ich mögliche Investoren? Wie präsentiere ich mich und meine Idee am besten?

Von Gesellschaftsrecht über Kreativitätstechniken zum eigenen Geschäftsmodell:
18 Referenten zeigten den Studierenden, was „gründen“ ausmacht. Christian Reichel etwa, sprach z.B. über die Schutzmöglichkeiten des geistigen Eigentums. Denn selbst die beste Idee bringt nichts, wenn sie jemand anderer problemlos kopieren kann. Ralf Geishauser lehrte die Studierenden die richtigen Tools für Online-Marketing und Peter Ackermann zeigte ihnen, wie Verhandlungen erfolgreich vorbereitet, durchgeführt und abgeschlossen werden können. Und..und…und…

Highlight der Summer School war aber ohne Zweifel der praktische Teil: Die Studierenden diskutierten ihre eigenen Ideen und entwickelten diese in Gruppen anhand des Business Model Canvas zu fertigen Geschäftsmodellen. Dabei konnten sie ihr gewonnenes Wissen direkt anwenden und austesten.

EasyEat überzeugt die Jury beim Pitch auf ganzer Linie:
Das Ergebnis der diesjährigen dreizehn Pitches war einmal wieder beeindruckend und konnte sich durch die kreativen Geschäftsmodelle sehen lassen. Die über 65 Studierenden haben 13 tolle Geschäftsmodelle entwickelt. Alle Ideen wurden überzeugend präsentiert, visualisiert und haben Potential, am Markt erfolgreich umgesetzt zu werden, betont Prof. Dr. Asghari als Veranstalter der Summer School und Leiter des Entrepreneurship Centers.

Am Ende konnten trotzdem nur drei Gewinner durch eine hochkarätige Jury als Preisträger gekürt werden.

Das Gewinnerkonzept: „EasyEat”, eine Vermittlungsplattform zwischen bewirtenden Anwohnern und Nutzern, die auf der Suche nach einer schnellen Mahlzeit sind. Mit EasyEat erhalten hungrige User eine Übersicht aller nahegelegener Privatwohnungen, die zur Essenszeit ein bestimmtes Gericht anbieten. Der jeweilige Gastgeber erhält gegen eine geringe Vergütung somit die Möglichkeit Gerichte zu kochen, die sich für Einzelpersonen nicht lohnen würden und bekommt gleichzeitig die Möglichkeit zu einem angenehmen Gespräch und neuen Bekanntschaften. Besonders das starke Potential zur Internationalisierung des Konzeptes und die gute Skalierbarkeit konnten die Jury überzeugen.

Das Siegerteam von EasyEat wurde von der fachkundigen Jury bestehend aus Prof. Reza Asghari, Richard Borek, Dr. Manuela-Christina Hahn, und Britta Kokemper  gekürt.

Das Siegerteam von EasyEat wurde von der fachkundigen Jury bestehend aus Prof. Reza Asghari, Richard Borek, Dr. Manuela-Christina Hahn, und Britta Kokemper
gekürt und gewann den von der Academic Ventures GmbH & Co. KG gesponserten Preis.

 

Den zweiten Platz belegte “das e-Bike” mit einem zeitgemäßen Konzept eines elektronischen Bikes, das selbst mit handelsüblichem Führerschein eine Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h ermöglichen soll. Das E-Bike ist hierbei zwar in der Anschaffung etwas teurer als ein vergleichbares normales Motorrad, rentiert sich jedoch vor allem über die gefahrene Strecke durch seine geringen Kosten.

Den dritten Platz belege das Team von “m2go” mit Ihrem Konzept einer intelligent vernetzten Routenplanung. m2go möchte zukünftig die Informationen der User stärken auswerten, um beispielsweise aus den Kalenderinformationen direkte Rückschlüsse über das Transport- und Fahrverhalten von Individuen zu erhalten. Dies würde Nutzern eine genauere und stärkere Auslastung von PKWs (wie beispielsweise bei Uber und Blablacar) erlauben, könnte jedoch ebenfalls auf weitere Transportmittel erweitert werden.

Die knapp 70 Studierenden haben alle tolle Konzepte entwickelt und können sich größtenteils eine Umsetzung ihrer Idee vorstellen bzw. arbeiten teilweise schon daran. Natürlich wollen sie ihr jeweiliges Studium zuerst zu Ende bringen, haben aber schon jetzt die Karriereoption “Entrepreneurship” für sich entdeckt.