Der Generationenwechsel im Handwerk ist eine der großen, strukturellen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Der allgemeine Trend zur Höherqualifizierung und gesellschaftlicher Strukturwandel tragen dazu bei, dass künftig immer weniger Betriebe einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin innerhalb der Familie oder im eigenen Betrieb finden werden. Zur Verbesserung des „Matching“ zwischen BetriebsinhaberInnen und potenziellen NachfolgerInnen sowie zur Verbesserung der Übergabeprozesse selbst setzt das Land Niedersachsen NachfolgemoderatorInnen ein. In einem Kooperationsprojekt mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade sind wir mit der wissenschaftlichen Begleitforschung dieser Prozesse betraut.

Mit Hilfe qualitativer (Leitfadeninterviews) und quantitativer (Online-Befragung) Methoden soll unter anderem folgenden Fragen auf den Grund gegangen werden:

  • Wie lassen sich UnternehmerInnen und potenzielle NachfolgerInnen zusammenbringen?
  • Wie können Übergabeprozesse verbessert werden?
  • Welche Potenziale bestehen in den Personenkreisen, die im Bereich der klassischen Unternehmensgründung unterrepräsentiert sind (Frauen, Personen mit Migrationshintergrund etc.)?
  • Wie können auch Studierende für das Thema „Nachfolge“ begeistert werden?
  • Unter welchen Umständen kommt die Übernahme eines bestehenden Handwerksbetriebes für Studierende und Hochschulabsolventen infrage?
  • Welche Vorteile ergeben sich hieraus?
  • Welches Innovationspotenzial steckt dahinter?
  • Wie lässt sich die Übernahme eines bestehenden Handwerksbetriebs mit den Wünschen, Vorstellungen und Zielen von HochschulabsolventInnen in Einklang bringen?
  • Welche Synergieeffekte sind möglich?