af inventions - Michael Florian & Magnus Asplund

Michael Florian & Magnus Asplund

>> af inventions – embedded electronics <<

Gründerteam: Michael Florian & Magnus Asplund

Projektpate: Prof. Dr. Wolfhard Lawrenz

Ziel: Starkes Marktwachstum für Embedded- Systeme und Ingenieursmangel bieten Chancen für projektbezogene Entwicklung von Prozessor- und FPGA-Systemen

Idee: Entwicklungsdienstleistungen im Bereich Elektroindustrie und Maschinenbau, komplette Projektabwicklung für Elektronik-Komponenten, Entwicklung und Vermarktung von eigenen IP-Cores

Weitere Informationen finden Sie unter: www.af-inventions.de


INTERVIEW mit Michael Florian und Magnus Asplund

1. Herr Florian und Herr Asplund, mit welcher Geschäftsidee haben Sie sich selbständig gemacht? Was ist das Besondere daran?
Wir haben das Unternehmen af inventions GbR gegründet. Damit bieten wir kompetente Elektronikentwicklung im Bereich Prozessor- und FPGA-Systeme an. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf den Einsatz von FPGAs und der Erstellung von darin integrierten Komplettsystemen, sogenannten Systems on Programmable Chip (SoPCs). Diese bieten in vielen Bereichen immense Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen.

2. Wie sahen Ihre ersten Schritte in Richtung Selbständigkeit aus?
Ein erster Schritt war tatsächlich unser Angestelltenverhältnis in der Entwicklungsabteilung eines Weltmarktführers für elektronische Entwicklungswerkzeuge. Dort konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln, die die fachliche Basis unserer Gründung ausmachen. Ansonsten beginnt eine Gründung mit der Idee und der anschließenden Ausarbeitung in Form eines Businessplans. Zu diesem Zeitpunkt kompetente Beratung einzuholen war für uns auch sehr wichtig.

3. Jede Markteinführung braucht Zeit. Wie finanzieren Sie diese Anlaufphase?
Zum Glück gibt es in Deutschland viele Förderprogramme für Existenzgründer und wir konnten eines davon erfolgreich beantragen. Zusätzlich greifen wir für den Start auf eigene Ersparnisse zurück. Wichtig ist in der Anlaufphase die Ausgaben immer im Blick zu haben und auf die wesentlichen Dinge zu beschränken.

4. Nun sind Sie beide Ihre eigenen Chefs. Was macht den Reiz gegenüber einem Angestelltenverhältnis aus?
Der Reiz liegt in der großen Bandbreite der Tätigkeiten. Um sich fachlich auf seine Schwerpunkte zu konzentrieren ist ein Angestelltenverhältnis natürlich ideal. Als Gründer eines Unternehmens ergeben sich einfach mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit und nicht zuletzt auch die eigene Zukunft. Was uns im Besonderen freut ist, dass wir nun viel mehr in Kontakt mit anderen Menschen kommen, als kommunikativer Typ braucht man das.

5. Welchen Herausforderungen mussten Sie sich bereits in Ihrer frühen Startphase stellen und wie haben Sie diese erfolgreich gemeistert?
Die Gründung eines Unternehmens ist im Grunde keine schwierige Thematik, sie wird nur häufig zu komplex dargestellt. Man wird dadurch zu Beginn durch die Fülle der Informationen und Bedingungen förmlich erschlagen. Hier ist es wichtig, sich klar zu machen was man will und wie man es dann strategisch umsetzt.

6. Ihr Firmensitz ist momentan der Inkubator im Entrepreneurship Center, wie sind Sie auf das Center aufmerksam geworden?
Professor Asghari, Leiter des Entrepreneuership Centers, möchte innovative, nachhaltige Gründungen fördern und arbeitet darum eng mit regionalen Institutionen wie zum Beispiel der IHK Braunschweig zusammen. Durch eine Beratung bei der IHK Braunschweig sind wir auf diese tolle Möglichkeit aufmerksam geworden und haben Professor Asghari unsere Idee erfolgreich vorgestellt.

7. Im Inkubator geht es um die Konkretisierung Ihrer Geschäftsidee. Welche Maßnahmen tragen aus Ihrer Sicht ins Besondere dazu bei?
Die Geschäftsidee mit Experten zu diskutieren bringt viele wichtige Erkenntnisse. Erst wenn man sich erklären muss fallen Stärken und Schwächen einer Idee wirklich ins Auge. Professor Asghari und sein Team unterstützen uns vor allem bei der Entwicklung und Umsetzung einer für uns geeigneten Marketingstrategie.

8. Wie geht es weiter bei Ihnen?
Unser Unternehmen soll nachhaltig wachsen, wir bauen dazu langfristige Kundenbeziehungen auf, vor allem in der Region. Wir werden dem Inkubator 2010 entwachsen und größere Büroräume in der Nähe beziehen.

9. Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben?
Ein wichtiger Tipp ist, sich nicht verrückt machen zu lassen. Wenn man ein Unternehmen gründen möchte wird man von vielen Seiten Einwände und Bedenken zu hören bekommen. Vieles davon basiert nur auf Vorurteilen und Klischees. Sich Ziele setzen und diese konsequent verfolgen. Und sich Rat holen, wenn man ihn braucht – von Experten, nicht von Beratern. Ein guter Startpunkt dafür ist das Entrepreneurship Center mit seinem engagierten Team.