Ringvorlesung "Kreativ stören - Hochschule für Entrepreneure"

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Tag-Archiv für 'Gründungskultur'

Junge Berufsschüler der Carl-Gotthard-Langhans-Schule spontan im Entrepreneurship Center der Ostfalia

In diesen Tagen macht eine Klasse Kaufmännischer Assistent/innen für Wirtschaftsinformatik einen Workshop an der Fakultät Informatik an der Ostfalia. Heute nutzten die jungen Nachwuchs-ITler ganz spontan auch die Gelegenheit das Entrepreneurship Center an der Ostfalia einmal kennen zu lernen. Um 10:00 Uhr stand Kevin bei uns in der Tür und fünf Minuten später war unsere Ideenküche proppenvoll.

Schon während der Berufsausbildung nicht nur über die Ostfalia, sondern auch für Selbständigkeit interessiert: Berufsschüler von der CGLS in Wolfenbüttel

Schon während der Berufsausbildung nicht nur über die Ostfalia, sondern auch für Selbständigkeit interessiert: Berufsschüler von der CGLS in Wolfenbüttel

Nach einer Kurzvorstellung des Centers nutzte ich die Gelegenheit, mit den Berufsschülern persönliche Chancen und Hemmnisse einer Unternehmensgründung zu diskutieren. Neben finanziellen Risiken war es echt spannend, dass viele aus der Gruppe auch große Chancen im eigenverantwortlichen Arbeiten sehen. Für mich eindeutiges Zeichen, dass wir die jungen Menschen schon in der Schulausbildung noch stärker unternehmerisch motivieren müssen und wie wichtig eine Gründungskultur in Deutschland ist.

Ich würde mich sehr freuen, dass ein oder andere Gesicht nach erfolgreicher Ausbildung bei uns an der Hochschule zu sehen und vielleicht auch die ein oder andere Idee im Center wiederzufinden. Ein Dank geht auch an Kevin Barwich von der Fakultät I – solche spontanen Besuche machen Spaß! :-)

YES! Ostfalia Hochschule im EXIST-Wettbewerb eine Runde weiter – BMWi stärkt die Gründungskultur an deutschen Hochschulen

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat die erste Hürde im EXIST-Wettbewerb „Die Gründerhochschule“ genommen. Sie zählt zu den 24 Hochschulen, die es mit der Einreichung ihrer Ideenskizze beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von 83 Hochschulen in die zweite Runde geschafft haben.

Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb vom BMWi im April dieses Jahres. Für die Ostfalia entwickelte Prof. Dr. Reza Asghari, Leiter des Entrepreneurship Center der Ostfalia Hochschule, gemeinsam mit seinem Team und der Technischen Universität als Partner die beim BMWi eingereichte Ideenskizze. Eine Runde weiter, muss nun bis April 2011 ein detailliertes Konzept ausgearbeitet und eine ganzheitliche hochschulweite Gründungsstrategie entwickelt werden. Bis zu zehn Hochschulen haben die Chance, durch überzeugende Strategien vom BMWi ab Herbst 2011 bis zu fünf Jahre lang eine finanzielle Unterstützung zu erhalten und damit ihr Konzept in die Praxis umzusetzen.

Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: “Wir brauchen eine neue Gründungskultur und die Stärkung unternehmerischen Denkens und Handelns an den Hochschulen. Mit dem Wettbewerb ‘Die Gründerhochschule’ schaffen wir die Voraussetzungen, um den Entrepreneurship-Gedanken nachhaltig zu verankern und wichtige Impulse zu geben, damit wissenschaftliche Erkenntnisse besser durch Gründungen verwertet werden können. Das Gründungsthema darf nicht länger ein Nischenthema einzelner Entrepreneurship-Lehrstühle sein. Es muss endlich an den deutschen Hochschulen ein ganzheitlicher strategischer Ansatz aufgesetzt werden, der von allen relevanten Akteuren einschließlich der Hochschulleitung getragen wird. Dies ist das Ziel unseres Förderprogramms.”

Interview mit Prof. Asghari in der uni38: »Wir wollen eine Gründungsoffensive«

Bericht in der Ausgabe “Wintersemester 2009/2010″ des Magazins uni38:

Prof. Dr. Reza Asghari

Prof. Dr. Reza Asghari

Direkt aus der Hochschule heraus eine eigene Firma gründen. Was in den USA seit Jahren gang und gäbe ist, soll jetzt auch die deutsche Wirtschaft beleben. Prof. Reza Asghari vom neu gegründeten Lehrstuhl für Entrepreneurship will Studierenden bei der Firmengründung helfen.

Seit Juli 2009 besteht das Institut für Entrepeneurship in Braunschweig. Der Lehrstuhl, der in Kooperation von der TU Braunschweig und der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften geschaffen wurde, will die Studierenden auf den ersten Schritten zur eigenen Firma begleiten. „Wir brauchen neue, innovative, technologieorientierte Unternehmen, die nur aus den Hochschulen hervorgehen können. Die beiden Hochschulen haben entschieden, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam Gründungen in ihrem Umfeld zu unterstützen”, betont der Leiter des Instituts, Professor Dr. Reza Asghari.

Wer die Gründereigenschaften Beharrlichkeit, Überzeugung und Leidenschaft in sich trägt und zudem eine interessante Idee mitbringt, findet hier zahlreiche Unterstützungen für sein Start-Up. Die Förderungen fallen unterschiedlich aus. „Wir werden bei jedem Kandidaten individuell prüfen, woran Bedarf besteht. Fest steht: wenn wir uns für jemanden entscheiden, werden wir ihn mit aller Kraft entlang des Prozesses begleiten, bis er etabliert ist.” Mehr Infos zum Thema Entrepeneurship gibt es unter: www.institut-entrepreneurship.de.

Gründertipps von Prof. Asghari:

  1. Betrachte die Selbstständigkeit als Option für das Berufsleben: Es gibt mehr als nur das Angestelltenverhältnis. Du kannst dich selbst verwirklichen und eigene Ideen entwickeln!
  2. Habe einen Blick darauf, was eine Innovation ist und einen Bedarf erfüllen kann. Was ist neu, was wird am Markt noch nicht angeboten? Oder: Was kann man optimieren?
  3. Sei überzeugt und bereit, für eine Idee überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen. Ein Unternehmer muss über den Tellerrand hinausgucken und auf Marktsignale reagieren können.
  4. Wer neue Technologien einsetzt, braucht nicht unbedingt ein Büro in der Großstadt. Über das Internet lassen sich Dienstleistungen auch vom dörflich gelegenen Elternhaus aus international anbieten. Das erhöht die Markteintrittschancen und lässt dich schnell und günstig agieren.

Die wichtigsten Fördermittel:

Gründerstipendium
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert Studierende, Wissenschaftler und Absolventen bis 5 Jahre nach ihrem Abschluss. Für die Gründungsvorbereitung kann auf Basis einer innovativen Idee oder wissenschaftlicher Kenntnisse einmalig ein Stipendium beantragt werden für:

  • 12 Monate Sicherung des persönlichen Lebensunterhalts über ein Stipendium – bis zu 2 500 € im Monat, je nach Qualifikation
  • bis zu 17 000 € für Sachmittel
  • 5 000 € für Coachingmaßnahmen

Gründercampus
Durch Fördermittel kann ein Absolvent als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule angestellt werden, um eine High-Tech-Gründung vorzubereiten. Hier kann er an den Ergebnissen seiner Idee forschen, um sie später in Wirtschaft und Industrie einzusetzen. Die Mittel sind höher und fließen in die Hochschule.

Startkapital
Das Institut pflegt Netzwerke zu Institutionen und privaten Investoren, so genannten Business Angels, die den Gründer finanziell unterstützen und sich an Risiken beteiligen. Bei einer guten Idee werden Geldgeber vermittelt, damit Startkapital bereit steht.

Ideen-Inkubator (IDINK)
Gründer können bis zu einem halben Jahr lang Büros und Infrastruktur in hochschuleigenen Gebäuden beziehen. Dort werden sie intensiv von den Mitarbeitern des Instituts betreut.

Von: Holger Zelder – uni38.de

Quelle: http://www.uni38.de/index.php?option=com_content&view=article&id=56:rwir-wollen-eine-gruendungsoffensivel&catid=8:karriere&Itemid=29