Professor Reza Asghari begleitet Hochschulabsolventen, aus denen Existenzgründer werden
Braunschweiger Zeitung vom 20. Oktober 2009

Professor Reza Asghari leitet den neuen Lehrstuhl.
WOLFENBÜTTEL. Im Juni ist das Institut für Entrepreneurship (Unternehmertum) unter dem Dach der Ostfalia-Hochschule und der Technischen Universität Braunschweig eröffnet worden. Mit Professor Reza Asghari, sprach Redakteurin Stephanie Peißker.
Herr Professor Asghari, Sie leiten den neuen Lehrstuhl. Wie ist die Arbeit im Institut angelaufen?
Wir haben ein Lehrkonzept entworfen und sind dabei, es umzusetzen. Im Moment recherchieren wir das Gründungspotenzial an beiden Hochschulen.
Gibt es in so kurzer Zeit schon erste Existenzgründungen?
Wir begleiten in Wolfenbüttel zwei interessante Gründungen an der Hochschule. Wir haben zudem erste Ideen für weitere High-Tech-Gründungen entwickelt. Mehr wird noch nicht verraten.
Gibt es viele Interessenten für den neuen Studiengang?
Ich lege Wert darauf, dass die Zahl der Studierenden beschränkt bleibt, denn meine Vorlesungen sind weniger frontal und theoretisch, sondern vielmehr wissenschaftlich und experimentell. Mein Ziel ist es, Studierende und Wissenschaftler zu motivieren, ihre Kenntnisse in marktfähige Produkte umzusetzen.
Entrepreneurship bedeutet also, kreative Ideen zu entwickeln, die am Markt nachgefragt werden?
Ja, ich vermittele den Studierenden die Einsicht, dass Unternehmensgründungen nicht nur finanziell vorteilhaft sind, sondern die Verwirklichung eines Lebenstraums bedeuten. Man kann gestalten, eigene Ideen entwickeln und umsetzen.
Den Automatismus von Hochschulabschlüssen und hochdotierten Stellen gibt es heute nicht mehr. Ist es daher nicht umso wichtiger, Auslandserfahrungen zu sammeln? Welche Möglichkeiten bietet Ihr Lehrstuhl?
Ich lege sehr viel Wert auf internationale Kooperationen. Wir können von den amerikanischen Hochschulen im Bereich Entrepreneurship nur lernen. Für das nächste Jahr plane ich eine Exkursion mit Studierenden in die USA. Außerdem haben wir vor, noch in diesem Semester einen Entrepreneur-Club für Studierende der Ostfalia und der TU zu gründen. Gerade haben wir die Universität in Toronto als Partner gewonnen.
Haben Sie neue Projekte in der Schublade?
Immer. Ein Entrepreneur muss immer neue Ideen haben. Wir lehren nicht nur Entrepreneurship, wir leben es vor. Denn wir wollen nicht zu einer bürokratischen Einrichtung verkommen, die nur Broschüren an die Hand gibt. Vielmehr begleiten wir die Studierenden wie auch die Absolventen auf ihrem Weg in die Unternehmensgründung.
Vielen Dank für das Gespräch.
Quelle: Braunschweiger Zeitung, Wolfenbuettel: 20. Oktober 2009, Wolfenbütteler Zeitung, Seite 31





















