Interessanter Bericht im Gründerraum der Wirtschaftswoche – auch wir an TU Braunschweig und Ostfalia sind befragt worden und unsere Ergebnisse fließen direkt in den Artikel mit ein (sogar mit direkter Verlinkung auf das Entrepreneurship Center).
Interessant ist, dass das so wichtige Thema Gründungskultur an immer mehr Hochschulen eine Rolle zu spielen scheint. Aus unserer Sicht ist dieses dringend notwendig, denn insgesamt fehlt in Deutschland leider eine nachhaltige Gründungskultur.
Wer aus dem Hochschulumfeld kommt, der kann sicherlich bestätigen, dass viele Absolventen sich noch nicht vorstellen können, dass sie ihr Berufsleben nicht in einem Konzern, sondern in ihren eigenen Unternehmen verbringen. Keimzelle für solchen Unternehmergeist ist bei uns der Ideeninkubator, da sich hier nicht nur Gründer mit den Coaches abstimmen, sondern auch untereinander vernetzen können. Aus unserer Sicht ein nicht zu vernachlässigender Aspekt – nicht nur für unternehmerischen Erfolg sondern auch für die Entwicklung einer Gründungskultur an der Hochschule.
Aus unserer Sicht bedingt eine Gründungskultur in der Hochschule in diesem Zusammenhang nicht nur Sensibilisierung und Coaching für Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren. Brot und Butter ist die Einbindung sowie Vernetzung gründungsrelevanter Akteure und deren Zusammenarbeit in der Hochschule sowie die intensive Abstimmung mit der Hochschulleitung.
Wir haben festgestellt, dass ein aktiver Gründungslehrstuhl somit nicht nur Lehre und Forschung abdeckt, sondern vielmehr ein wesentliches Bindeglied sein kann, um alle Aktivitäten und Maßnahmen zu verknüpfen und in Departments und Fakultäten das Thema Entrepreneurship “auf Augenhöhe” einzubringen und auch externe Stakeholder und Partner einzubinden.
Wie die Grafik zeigt fehlen scheinbar insbesondere Gründungslehrstühle an den befragten Hochschulen, oder diese sind mutmaßlich nicht eng mit dem Gründerservice verzahnt. In diesem Zusammenhang ein interessantes Zitat aus einer Facebook-Diskussion von Prof. Dr. Asghari:
“Einer meiner Studenten, der eine geniale Gründungsidee hat, hat mir neulich erzählt, dass seine Eltern es nicht für gut halten, wenn er ein Unternehmen gründen würde. Es wäre zu riskant. Dass solche innovativen High-Tech Ideen nicht eine Realität werden können und aus volkswirtschaftlicher Sicht wir ein Stück Wettbewerbsfähigkeit verlieren, erfüllt mich mit Wehmut.
Im Entrepreneurship Center machen wir aber das richtige! Wir setzten uns dafür ein, dass sich die Kultur der Unternehmensgründung in der Hochschule und in der Gesellschaft durchsetzt.” Wir arbeiten gemeinsam daran! :-)
Mehr über den Status Quo der Hochschulinkubatoren findet sich auf den Webseiten der Wirtschaftswoche im Gründerraum unter:
http://www.wiwo.de/inkubatoren
Wer mit diskutieren will, dem sei die Kommentarfunktion des Blogs oder unsere Facebook-Seite empfohlen!























