Ringvorlesung "Kreativ stören - Hochschule für Entrepreneure"

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Tag-Archiv für 'Kooperation'

Neue Impulse durch kooperative Wirtschaftsförderung und Entrepreneurship

Die gemeinsame Wirtschaftsförderung war das Thema einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 07. April im Jugendgästehaus Wolfenbüttel. Ziel der Veranstaltung war es,die regionalen Akteure gezielt zusammen zu bringen, neue Impulse zu geben und Synergien zu schaffen. Eingeladen hatte der Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg. Als Keyspeaker konnte Paolo Dell’Antonio, Sprecher des Vorstandes der Mast-Jägermeiser SE gewonnen werden. Prof. Dr. Asghari referierte aus Sicht des Entrepreneurship Centers an der Ostfalia über die Etablierung einer Gründungskultur in Wolfenbüttel. Nach ihm stellte Geschäftsführer Eckhard Sudmeyer die Signifikanz der Kooperation insbesondere zwischen Wirtschaft und Wissenschaft aus Sicht der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade dar. Diese wird bereits seit über zehn Jahren in enger Kooperation zwischen Ostfalia und HWK gelebt. Aktuelles Projekt: KMU-Management International.

Sorgten gemeinsam für Impulse (v.l.): Eckhard Sudmeyer, Prof. Dr. Reza Asghari, Paolo Dell’Antonio, Frank Oesterhelweg MdL, Thomas Pink und Martin Hortig.

Den ersten Vortrag hielt Bürgermeister Thomas Pink. Nach seiner Einschätzung ist die Bestandspflege entscheidend. „Die Unternehmen müssen sich in Wolfenbüttel wohl fühlen“. Dazu ist ein einheitliches Rahmenwerk erforderlich. Als einen weiteren Ansatzpunkt sieht er die Förderung von Existenzgründungen und berichtet in diesem Zusammenhang über Erfolge der guten Zusammenarbeit mit der Ostfalia und dem TIW.

Anschließend stellt Paolo Dell’Antonio von der Mast-Jägermeister SE die Ansichten zum Thema Wirtschaftsförderung aus Sicht eines international agierenden Unternehmens vor. Er betonte, dass Jägermeister in der Region fest verwurzelt sei und deshalb der Standort Wolfenbüttel dem Familienunternehmen sehr am Herzen liege. Er stellte die Hypothese auf, wonach sich Wolfenbüttel als ein Bestandteil der Region positionieren und seine Stärken in der Region einbringen müsse. Den Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft sieht er in der engeren Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Prof. Asghari wies in seinem Vortrag auf die Signifikanz eines gemeinsamen Handelns aller Akteure hin.

Prof. Asghari berichtete von veränderten Rahmenbedingungen und einer Entwicklung zu einer globalisierten Informations- und Wissensgesellschaft. Vor dieser Herausforderung muss die Wirtschaftsförderung neu definiert werden. „Die Aufgaben werden anspruchsvoller und komplexer. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam neue kooperative Formen der Wirtschaftsförderung entwickeln. Die Anbindung der Kommunen, der Hochschule, von Wirtschaftsverbänden und Unternehmen ist zwingend erforderlich“, erläuterte er zu Beginn seines Vortrages.

Eine gemeinsame These von Prof. Asghari und Eckhard Sudmeyer, Geschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade bestand darin, dass die Gründungskultur wieder stärker in der Gesellschaft verankert werden muss. Sudmeyer berichtete, dass die Gründungsbereitschaft im Handwerk in den letzten 20 Jahren stark nachgelassen hat, „nur die wenigsten Meisterschüler streben eine Selbständigkeit an“.

Unter den Teilnehmern waren u. a. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernd Meier, Verwaltungschefs, CDU-Kommunalpolitker aus Kreis, Stadt und Samtgemeinden, Industrie- und Handwerkskammer, Arbeitgeberverband, Hochschulvertreter, Kreishandwerkerschaft, Firmenvertreter, Vertreter der Banken, MIT, WoBau, TIW, Finanzamt.

In der anschließenden Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass die Probleme nur gemeinsam angegangen werden können. „International müssen wir erkennen, dass Wolfenbüttel allein nicht wahrgenommen wird. Wir müssen hier in Regionen denken und dazu auch den Schulterschluss mit unseren Nachbarn unter Einbeziehung von Forschung und Wissenschaft suchen“, stellte Oesterhelweg fest. Für den Erfolg der Region kommt daher der gemeinsamen Vermarktungregionaler Strukturen und Dienstleistungen mit Mut zur Veränderung eine besondere Bedeutung zu.Oesterhelweg betonte, dass die Wirtschaftsförderung nicht an Grenzen halt macht. Eine nachhaltige und ganzheitliche Strategie zur Förderung des Wirtschaftswachstums sollte somit immer im Mittelpunkt der Wirtschaftsförderung stehen.
Die Initiative soll institutionalisiert werden und zu regelmäßigen Tagungen führen. Der nächste Termin ist für den Herbst geplant.

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Die Präsidien der drei Hochschulen unterzeichneten gemeinsam am 8. September 2010 die trilaterale Kooperation im Bereich des Entrepreneurship

Die Präsidien der drei Hochschulen unterzeichneten gemeinsam am 8. September 2010 die trilaterale Kooperation im Bereich des Entrepreneurship

Am vergangenen Mittwoch unterzeichneten die Präsidentin der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Barbara Straka, der Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach sowie der Vizepräsident der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Volker Küch M.A., im Rahmen eines Festaktes einen Kooperationsvertrag, der die enge Zusammenarbeit im Bereich Entrepreneurship vorsieht. Keyspeaker war Staatssekretär Dr. Oliver Liersch aus dem niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Ziel der Vereinbarung ist mit Blick auf die wachsende Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft insbesondere auch, Studierende und Absolventen kreativer Studiengänge stärker als bisher an das Thema Selbstständigkeit heranzuführen. Einen ersten Einblick in die Möglichkeiten, die sich durch Cultural Entrepreneurship bieten, vermittelte Prof. Dr. Reza Asghari in einem spannenden Impulsreferat den zahlreichen Gästen des Festakts.

Studierende aller drei Hochschulen erhalten an allen drei Standorten zukünftig Hilfestellung beim Aufbau einer sich an das Studium anschließenden Selbstständigkeit. In praxisorientierten Lehrveranstaltungen, unter anderem am Entrepreneurship Center angeboten, werden entsprechende Kompetenzen vermittelt.

“Technologie ist nicht wichtig”

Steven Gedeon aus Kanada berichtet Studierenden über Unternehmensgründungen

Von Stephanie Peißker

Reza Asghari (rechts) begrüßt Steven Gedeon an seinem Institut für Entrepreneurship.  Foto: Stephanie Peißker

Reza Asghari (rechts) begrüßt Steven Gedeon an seinem Institut für Entrepreneurship. Foto: Stephanie Peißker

WOLFENBÜTTEL. Für drei Tage zu Gast im Institut für Entrepreneurship (Unternehmertum) ist Steven Gedeon, Direktor des Ryerson-Entrepreneur-Instituts in Toronto (Kanada). “Technologie ist nicht wichtig”, sagt Gedeon und bringt Wolfenbütteler Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter ins Erstaunen.

Für Anwender sei es eben nicht von Bedeutung, wie ein Computer funktioniere, sondern dass er funktioniere – und das möglichst bedienerfreundlich. Deshalb steht für Gedeon immer der Mensch im Mittelpunkt. “Nur gute Menschen sind erfolgreich”, predigt er den Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeitern. Und: “Wer will schon für einen schlechten Chef arbeiten?”

Der Gast aus Kanada ist auf Einladung von Professor Reza Asghari nach Wolfenbüttel gekommen. Asghari, der das Institut für Entrepreneurship unter dem Dach der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Technischen Universität Braunschweig leitet, hatte Gedeon Anfang des Jahres auf einem Kongress in Los Angeles kennen gelernt.

Er hat ähnliche Ansichten wie Gedeon: “Technologien müssen immer aus Sicht der Kunden betrachtet werden. Professoren und Mitarbeiter sollen Technologien nur marktorientiert entwickeln.”

Von dem Gast aus Toronto sollen sich die Studierenden in Wolfenbüttel eine Menge abgucken, denn er war nicht nur Ingenieur und Wissenschaftler, sondern auch ein passionierter Unternehmensgründer. Der 49-Jährige arbeitete bereits für mehrere Risikokapitalfirmen und gründete selbst Unternehmen, zum Beispiel die Firma “3DNA”, die dreidimensionale Bildschirmoberflächen produziert, mit denen Computer und Internet einfacher und schneller bedient werden können. Mehr als eine Million Nutzer gibt es dafür bereits.

In einer Absichtserklärung wollen das deutsche und das kanadische Institut für Entrepreneurship künftig auf dem Gebiet der Forschung zusammenarbeiten. Geplant ist der Austausch von Professoren, Mitarbeitern und Studierenden.

An der Wirtschaftsschule in Toronto gibt es im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre 7000 Studierende. Die größte Abteilung ist die für Entrepreneurship mit allein 15 Professoren.

Braunschweiger Zeitung, Wolfenbuettel: 10. Oktober 2009, Wolfenbütteler Zeitung, Seite 67

“Unternehmertum muss man experimentell erfahren”

Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship vereinbart Kooperation mit kalifornischer Universität

Von Stephanie Peißker – Braunschweiger Zeitung vom 29.08.2009

WOLFENBÜTTEL.”Wir wollen mit der State University in San Diego eine Kooperation eingehen”, sagt Professor Reza Asghari. Er ist der Leiter des Stiftungslehrstuhls für Entrepreneurship an der Technischen Universität (TU) Braunschweig und der Fachhochschule (FH) Braunschweig/Wolfenbüttel.

Vereinbarten den Austausch: Alex DeNoble von der San Diego State University und Reza Asghari, Leiter des Instituts für Entrepreneurship an der TU Braunschweig und der FH Braunschweig/Wolfenbüttel.

Vereinbarten den Austausch: Alex DeNoble von der San Diego State University und Reza Asghari, Leiter des Instituts für Entrepreneurship an der TU Braunschweig und der FH Braunschweig/Wolfenbüttel.

Zunächst soll ein Dozentenaustausch stattfinden, später sollen auch Studierende aus Wolfenbüttel in San Diego studieren und Studierende aus San Diego nach Wolfenbüttel kommen. Die Kooperation soll Anfang Oktober in den USA unterzeichnet werden.

Dann reist Asghari mit einer Delegation in die Vereinigten Staaten. Die Gruppe wird auch in Los Angeles Station machen. Die dortige Universität sei ebenfalls an einer Kooperation interessiert.

Gerade ist Asghari von einer einwöchigen Studienreise aus den USA zurückgekehrt. “Mutige Unternehmer sind entscheidende Voraussetzung für ökonomisches Wachstum und Wohlstand”, so Asghari. Ein Unternehmen in den USA zu gründen und aufzubauen, sei tief in der Kultur verankert. Gerade in Kalifornien mit der Talentschmiede Silicon Valley gebe es einen sehr starken Unternehmensgründer-Geist, viele Ideen und eine ausgeprägte Unterstützerszene von Venture-Kapitalgebern. “Angehende Unternehmer können daher auf sehr viel Unterstützung bauen. Hier können wir viel vom Austausch mit den Amerikanern lernen”, so Asghari.

Die amerikanischen Hochschulen hätten viel zu bieten. Die Unterstützung für beginnende Entrepreneure fange in den USA bereits sehr früh an. Über eine Million Dollar Venture Kapital habe beispielsweise der Entrepreneurs-Student-Club an der UCLA School auf Management an Kapital, um sie für innovative Gründungen zur Verfügung zu stellen.

Selbstständigkeit ermögliche Unabhängigkeit in den Entscheidungen. Deshalb seien die studentischen Vorstände in der Vergabe der Mittel völlig unabhängig. “Studierende lernen frühzeitig die Denkweise von Inverstoren kennen”, meint Asghari. Die Ausbildung der angehenden Unternehmer sei dabei sehr exklusiv und verknüpfe die Theorie eng mit der Praxis. “Unternehmertum kann man nicht ausschließlich theoretisch vermitteln, man muss es experimentell erfahren”, so Asghari, dessen Lehrangebote im Wintersemester diesen experimentellen Ansatz Rechnung tragen werden.