Noch mehr Presse: Monkey Age organisiert Partys ohne Alkohol und Zigaretten – Ostfalia-Hochschule hilft

Kim Schulz (links) und Felix Draheim diskutieren in ihrem Büro, das auch als Lagerraum dient. In den Kisten befinden sich T-Shirts mit Werbeaufdrucken. Foto: Kai-Uwe Ruf
WOLFENBÜTTEL. Drei Wolfenbütteler Studenten haben ein Unternehmen gegründet. Sie organisieren Partys für Jugendliche. Das Besondere: Bei den Festen wird kein Alkohol konsumiert. Außerdem herrscht Rauchverbot.
Monkey Age haben sie ihre Firma genannt. Den Namen tragen auch die Feten, die die drei veranstalten.
Das Konzept wird von der Wolfenbütteler Ostfalia-Hochschule unterstützt. Reza Asghari, Leiter des Entrepreneurship Centers der Ostfalia, hat die junge Firma unter seine Fittiche genommen. Monkey-Age erhielt einen Büroraum und bekommt Unterstützung, wenn Probleme auftauchen. “Das Konzept ist gut”, sagt Asghari: “Es spricht ein soziales Problem an, und es löst es.”
Monkey Age leiste außerdem einen Beitrag zur Integration von Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln. Diesen werde oft der Eintritt in Diskotheken verwehrt. Bei den Feiern von Monkey-Age könnten sie aber dabei sein.
Idee stammt aus England
Firmengründer Felix Draheim erzählt, auf die Idee habe ihn ein Freund gebracht, der ähnliche Veranstaltungen in England kennen gelernt habe.
Ihm und seinen Mitstreitern gehe es nun um die professionelle Umsetzung. Und dabei sei das Team auf einem guten Weg. “Wir haben eine eigene Marke geschaffen”, sagt der 25-Jährige. Die Anfänge aber seien schwierig gewesen. Die professionelle Ausstattung der Partys mit DJs, Aktionen und eigenem Design, die Werbung und die Raummieten hätten das Budget mächtig belastet. “Es lief kostendeckend”, sagt Draheim. Geld über geblieben sei aber nicht.
Dann habe ein privater Kontakt Hilfe gebracht. Draheim lernte Marcus Becks kennen, Assistent an Asgharis Institut für Entrepreneurship. Er und sein Kompagnon, Simon Motz, durften ihr Konzept vorstellen und überzeugten damit.
Um die Arbeit zu bewältigen, holten sich Draheim und Motz als dritten Mitarbeiter schließlich Kim Schulz ins Boot. Der 21-Jährige ist vor allem für die Werbung im Internet zuständig. Gemeinsam mit dem Institut arbeiteten sie an Verbesserungen, erzählt Draheim.
Zunächst sei angedacht gewesen, die Partys in einem Franchising-System zu vermarkten. Dabei hätte sich Monkey-Age Partner gesucht, die in ihrem Namen die Feten organisiert hätten. “Uns hat das aber nicht gefallen, weil wir so zu wenig Einfluss gehabt hätten”, erzählt der 25-Jährige.
Schließlich habe man beschlossen, mit den Städten zusammenzuarbeiten, in denen die Partys stattfinden. Die Kommunen stellten beispielsweise die Veranstaltungsorte zur Verfügung. Das spare Monkey-Age eine Menge Geld. Sowohl das Unternehmen als auch die Stadt profitiere davon.
Fete in Wolfenbüttel geplant
In Wolfenbüttel kooperiere das Unternehmen auch mit dem Jugendparlament. Für September sei eine Party in der Lindenhalle geplant.
Braunschweiger Zeitung, Wolfenbuettel: 27. April 2011, Wolfenbütteler Zeitung, Seite L31